Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Und anders als Weihnachten kommt ein Ubuntu-Release gleich zweimal im Jahr. Und das beschert jede Menge Freude beim Update auf die neue Version.
Auf folgende Veränderungen freue ich mich am meisten:
- - Network Manager bekommt die möglichkeit feste IP-Adressen zu verwalten
- - Verschlüsseltes Home-Verzeichnis (ecryptfs-utils)
- - X.Org 7.4 (Hoffentlich ohne nervige Bugs)
- - Dateimanger Nautilus mit Tab-Support
Zugegeben, dass sind keine riesen Neuerungen. Dennoch kommt langsam aber sicher Vorfreude auf!
In der letzten Zeit habe ich mich recht ausführlich mit Jabber beschäftigt. Dabei bin ich auch auf einen interessanten Jabber-Client gestoßen: Spark. Spark wird, wie der Jabber-Server Openfire, von Ignite Realtime entwickelt und steht ebenfalls unter GPL. Spark ist in Java implementiert. Das hat den Vorteil, dass man den Client unter Windows, Linux und Mac benutzen kann. Spark ist ansprechend gestaltet und sehr übersichtlich. Mich hat dennoch Gajim überzeugt, da es sich im Gegensatz zu Spark perfekt in Gnome einfügt.
Interessant ist auch das Projekt Spark Web. Es handelt sich dabei um einen Web-Client, der eine ordentlichen Funktionsumfang bietet. Spark Web ist in Flash implementiert. Spark Web eignet sich prima um von unterwegs auf seinen Jabber-Account zugreifen zu können. Eine Demo kann man sich unter spark.widdix.de ansehen.
Warum ich finde, dass Jabber eine prima Alternative zu allen anderen IM-Diensten ist habe ich schon unter 10 Gründe für Jabber erläutert. Nach einigem Ausprobieren habe ich mittlerweile auch meinen Lieblingsclient für Jabber gefunden: Gajim.
Gajim wurde für GNOME entwickelt und passt sich prima in Ubuntu ein. Im Vergleich zu Pidgin unterstütz Gajim alle Jabber-Funktionen automatisch (z.B. Gruppenchat, IM-Gateways, …).
Gajim bietet folgende Funktionen: Chatfenster mit Tabs, Emoticons, Unterstützung für Gruppenchats, Datenübertragung, Lesezeichen für Räume, Trayicon, Rechtschreibprüfung, Tansporte (ICQ, AIM, MSN,…)
Gaijm ist in den Ubuntu-Quellen enthalten und kann daher ganz einfach installiert werden: apt-get install gajim
Ich hatte in letzter Zeit immer wieder Probleme mit eine unstabilen System und habe mich außerdem über die vielen Updates gewundert, die jeden Tag auf meinem System installiert wurden. Dank Christoph weiß ich jetzt auch warum! Ich hatte die Proposed-Quellen aktiviert und dadurch Updates, die eigentlich zu Testzwecken dienen installiert.
Die Medibuntu-Paketquellen sind wirklich praktisch. Mit Hilfe dieser Quellen ist die Unterstützung unterschiedlicher Medien-Formate (z.B. DVD) unter Ubuntu kein Problem mehr. Seit einiger Zeit hat sich die Adresse unter der die Medibuntu-Paketquellen zu erreichen sind geändert. Die Paketquellen sind jetzt über deb http://packages.medibuntu.org/ hardy free non-free einzubinden. Danach tut wieder alles wie gewohnt.
Eine Anleitung wie man Paketquellen einbindet findet sich bei ubuntuusers.de im Wiki.
Wer unter Ubuntu einen Bildschirmschoner (Screensaver) einrichten möchte, der Bilder aus einem bestimmten Ordner anzeigt hat es nicht ganz leicht. Über die grafische Oberfläche ist dies nicht möglich. Es gibt aber einen ganz einfach Trick, wie man dieses Problem lösen kann:
- unter System -> Einstellungen -> Bidlschirmschoner den Bildschirmschoner “Bilderordner” auswählen
- mit folgendem Befehl den Pfad zu den Bildern setzen, die der Bildschirmschoner verwenden soll: xdg-user-dirs-update –set PICTURES /home/user/pics
- zurücklehnen und Bilder genießen
In Ubuntu 7.04 gibt es übrigens einen Bug der dazu führt, dass alle Bilder aus dem Home-Verzeichnis benutzt werden. Auch dies kann man durch das Vorgehen oben beheben.
Problemlösung gefunden bei tonnenbrand.
Im vorherigen Beitrag 10 Gründe für Jabber habe ich schon erwähnt, was die Vorteile von Jabber sind. Ein großer Vorteil von Jabber ist, dass man einen eigenen Jabber-Server betreiben kann und damit die volle Kontrolle über seine persönlichen Daten behält (und natürlich auch viele nützliche Plugins benutzen kann). Über das Wiki von ubuntuusers.de bin ich auch Openfire aufmerksam geworden. Openfire wird von Ignite Realtime entwickelt und wurde unter GPL veröffentlich.
Features
- in Java implementiert
- Konfiguration vollständig über übersichtliches Webinterface möglich
- interne Datenbank oder Datenbank-Anbindung (MySQL, …)
Plugins
- IM-Gateway (AOL Instant Messenger, Gadu-Gadu, ICQ, IRC, MSN, Yahoo! Messenger) für die Anbindung an andere IM-Netzwerke
- Broadcast für Broadcast-Nachrichten (Nachricht an viele Benutzer)
- Content Filter um den Inhalt von Nachrichten filtern zu können
- Monitoring Service für die Überwachung des Jabber-Servers
- und viele mehr
Installation (unter Ubuntu 6.06)
- Java installieren mit
apt-get install sun-java5-jre
- Openfire herunterladen von igniterealtime.org/downloads (tar.gz-Version)
- Archiv entpacken mit
tar xvfz openfire_3_5_2.tar.gz
- Openfire starten mit
./bin/openfire start
- Konfiguration starten mit dem Browser domain.tld:9090 aufrufen und dem Wizard folgen
Versucht man Openfire auf einem vServer/VPS zu starten sollte man die Datei ./bin/openfire anpassen. Dort müssen bei den Aufrufen von java noch die Paramter -Xms12m -Xmx24m eingefügt werden. Ansonsten versucht die VM von Java zu viel Speicher zu reservieren und der Server bricht beim Starten ab.
weitere Informationen zu Openfire gibt es im Wiki von ubuntuusers.de.