Mit WebDAV lässt sich unter Ubuntu schnell und einfach der Zugriff auf eine Online-Festplatte einrichten. Viele Hosting-Anbieter haben mittlerweile solche Online-Festplatten im Sortiment. Strato bietet zum Beispiel mit
HiDrive eine Online-Festplatte mit 100 GB Speicherplatz für 3,90 EUR pro Monat an. Eine Online-Festplatte eignet sich gut um ein Backup an einem zweiten Ort anzulegen. So sind die persönlichen Daten wie z.B. Bilder noch besser geschützt als auf einer USB-Festplatte. Bedenken sollte man natürlich, dass die Daten das eigene Hoheitsgebiet verlassen.
Aber zurück zur WebDAV unter Ubuntu. Eine Online-Festplatte ermöglicht üblicherweise den Zugang über WebDAV. Unter Ubuntu kann man so ganz einfach eine solche Online-Festplatte einbinden.
- Im Menü “Orte” auf “Verbindung zu Server …” klicken.
- Als Dienste-Typ “Sicheres WebDAV (HTTPS) auswählen.
- Im Dialog die Daten für die Online-Festplatte eingeben. (Werden vom Hoster bereitgestellt).
- Wenn gewünscht noch die Option “Lesezeichen hinzufügen” auswählen.
- Mit “Verbinden” bestätigen. Die Verbindung zur Online-Festplatte wird aufgebaut. Über Nautilus kann man anschließend die Online-Festplatte, wie von anderen Speichermedien gewohnt, verwenden.
Weitere Informationen zu WebDAV finden sich im ubuntuuseres-Wiki.
Nur eine sinnvolle Datensicherung kann im Falle eines Falles vor dem Verlust wichtiger Daten schützen. Damit immer ein Backup aller wichtigen Daten vorhanden ist sollte die Konfiguration möglichst einfach und die Durchführung automatisch sein. Unter OS X hat Time Machine diesbezüglich neue Maßstäbe gesetzt. Aber auch für Ubuntu gibt es eine passende Lösung: Back In Time.
Back In Time bietet die Möglichkeit ein inkrementelles Backup von beliebigen Ordnern und Dateien in beliebigen Abständen anzulegen. Das bedeutet, dass zu definierten Zeitpunkten eine Datensicherung durchgeführt wird. Damit ist es möglich zu verschiedenen Versionen einer Datei oder eines Ordners zurückzuspringen. Die Konfiguration und die Wiederherstellung erfolgt dabei über eine benutzerfreundliche grafische Oberfläche. Back In Time basiert auf dem oft verwendeten und beliebten Tool rsync.
Back In Time ist seit Ubuntu 9.10 in den offiziellen Quellen enthalten und kann wie üblich installiert werden sudo aptitude install backintime-gnome oder sudo aptitude install backintime-kde.
Weitere Informationen unter wiki.ubuntuusers.de.