Mark Shuttleworth hat zusammen mit Usern im IRC-Channel entschieden, dass Ubuntu “Dapper Drake” erst am 1. Juni 2006 veröffentlicht wird. Damit verspätet sich die kommende Version um 6 Wochen. Grund dafür ist, dass mehr Zeit zum Testen bleiben soll, damit die nächste Version von Ubuntu so stabil wie möglich läuft.
Ubuntu “Dapper Drake” wird die erste Version von Ubuntu sein, für die 3 Jahre lang Support garantiert wird. Damit positioniert sich Ubuntu gegenüber anderen Enterprise-Distributionen. Das ist nicht der einzige Grund, warum sich das Warten lohnen wird. In Ubuntu 6.06 wird auch die neue Version von Gnome integriert sein und damit viele sinnvolle Veränderungen kommen.
Mit der Verschiebung des Veröffentlichungstermins ändert sich auf die Versionsnummer auf 6.06 bzw. 6-06.
(via golem.de)
Eigentlich sollte die nächste Version von Ubuntu im April erscheinen. Ubuntu 6.04 mit dem Namen “Dapper Drake” soll sich jetzt aber laut einer eMail von Mark Shuttleworth um 6 Wochen verzögern. Grund dafür ist, dass die nächste Version von Ubuntu gleichzeitig die erste Enterprise-Version werden soll. Daher möchte man im Vorfeld noch genügend Zeit für Tests und Lokalisierungen haben.
Seit in paar Tagen steht auch eine neue Vorarbversion Flight 5 zum Download und ausprobieren bereit. Wer auf sein System angwiesen ist und täglich damit arbeite muss sollte aber noch bis zur Veröffentlichung der fertigen Version warten. Flight 5 trägt den Namen “Testversion” nicht zu Unrecht.
Ubuntu 6.04 wird mit einigen wichtigen Verbesserungen erscheinen. So wird z.B. ein grafisches Installationsprogramm zur Installation benutzt. Beim Herunterfahren sieht man in Zukunft – wie auch schon beim Hochfahren – eine grafische Statusanzeige. Außerdem wird Ubuntu mit einem eigenen Theme und neuen Icons ausgestattet.
Es gibt aber auch Veränderungen, die mehr betreffen als nur das Aussehen. Das Programm “Gnome Anwendungsinstallation” wurde weiterentwickelt und soll nun eine einfache Installtion von weiteren Programmen ermöglichen. Außerdem wird Open Office in der Version 2.0.2 enthalten sein.
Das Warten scheint sich also zu lohnen!
Im April erscheint die nächste Version von Ubuntu. Ubuntu 6.04 wird den Namen Dapper Drake erhalten, was so viel heißt wie “Eleganter Erpel”. Natürlich kann auch schon eine Testversion (Dapper Flight 4) heruntergeladen und getestet werden.
Auf folgenden Veränderungen kann man sich freuen:
- grafisches Installationsprogramm
- übersichtlichere Benachrichtigungssymbole (z.B. wenn Updates verfügbar sind)
- GNOME 2.14 Beta 2
- Tabs im GNOME Terminal
- GNOME Power Manager
- The GIMP 2.2.10
- Thunderbird 1.5
Zugegeben, es ist nicht gerade einfach Ubuntu dazu zu bringen mit proprietären Codecs umzugehen. Bei mir haben bis heute hauptsächlich DVDs Probleme gemacht. Doch wie immer ist alles ganz einfach, wenn man weiß wie es geht.
Das offizielle Wiki von Ubuntu hilft dabei Restricted Formats unter Ubuntu einzurichten. Und mit dieser Anleitung ist es wirklich kinderleicht.
Desktop
So sieht der Desktop mit Ubuntu 5.10 aus. Ich habe zusätzlich noch Desklets auf meinem Desktop, die mir den aktuellen Systemstatus anzeigen. Natürlich kann man auch mit Ubuntu seinen Desktop an eigene Bedürfnisse anpassen.
Firefox
Natrülich läft unter Ubuntu 5.10 auf Firefox. Und einen besseren Webbrowser gibt es zur Zeit einfach nicht. Die Funktionen von Firefox sind unter Ubuntu genau die gleichen wie unter Windows. Man kann sogar seine Einstellungen und Favoriten mitnehmen.
Gaim
Gaim ist ICQ, AIM, MSN, Jabber und IRC in einem Programm. Damit ist Chatten unter Ubuntu problemlos möglich. Man kann das gleiche ICQ, MSN oder AIM Benutzerkonto verwenden wie unter Windows. Leider ist noch keine Sprachübertragung möglich. Mit Gaim 2.0 soll das aber kommen.
amaroK
amaroK ist eigentlich für KDE entwickelt, läuft aber auch problemlos unter Ubuntu mit GNOME. Man kann damit seine Musiksammlung verwalten und genießen.
Damit sind auch für Musikliebhaber aller notwendingen Programme vorhanden.
Wer Ubuntu ausprobieren möchte, kann mit einer Live-CD arbeiten. Dabei wird Ubuntu von CD gebootet, eine Installation ist nicht erforderlich. Es ist auch ratsam mit einer Live-CD zu testen ob die eigene Hardware richtig unterstützt wird.
Die Live-CD oder die Installations-CD kann kostenlos unter Ubuntulinux.org bestellt werden. Man kann sich auch einfach eine ISO-Datei herunterladen und dann selbst die gewünschte CD brennen.
Bei der Suche nach einem Programm, mit dem ich WMA-Dateien in MP3-Dateien umwandeln kann bin ich auf den SoundConverter gestoßen. Mit diesem Programm ist es möglich WMA und viele andere Formate in MP3, OGG, FLAC oder WAV umzuwandeln.
Unter Ubuntu installiert man das Programm ganz einfach mit folgendem Befehl:
sudo apt-get install soundconverter
Endlich keine nervigen WMA-Dateien mehr in der Musiksammlung.
Unter Windows ist es ohne zusätzliche Software nicht möglich das ganze System zu sichern. Wer versucht C:/ in ein ZIP-Archiv zu packen wir kläglich scheitern. Unter Ubuntu ist aber genau das möglich. Man kann einfach seine ganzen Dateien und Ordner in eine TAR-Datei packen.
Die folgende Anleitung ist eine Überstzung/Anlehnung an ein HOWTO von Heliode, dass auf ubuntuforums.org veröffentlicht wurde.
Mit diesem Kommando werden alle Dateien und Ordner gepackt:
sudo tar cvpzf backup.tgz / –exclude=/proc –exclude=/lost+found –exclude=/backup.tgz –exclude=/mnt –exclude=/sys
Dabei steht das c für “create” d.h. das Archiv backup.tgz wird erstellt. Das v steht für “verbose” was soviel wie gesprächig heißt, d.h. wir bekommen während dem Vorgang genau Informationen über den Verlauf. Das p steht für “preserve permissions”, d.h. alle Rechte bleiben erhalten. Das z steht für “gezip” und fügt damit dem Archiv eine Komprimierung hinzu. Und hinter dem f steht der Dateiname für unser Archiv.
Damit keine unwichtigen Dateien mitgesichert werden können die Ordner /proc /lost+found /mnt /sys und natürlich das Archiv selbst ausgenommen werden. Dazu gibt man einfach –exclude=/ordner an. Wichtig: Man sollte evtl. noch andere gemountente Ordner ausnehmen, da die Sicherungsdatei sonst zu groß wird.
Mit dem folgenden Befehl kann das Backup eingespielt werden. Aber Vorsicht: es werden dabei alle Dateien durch die Version im TAR-Archiv überschrieben.
sudo tar xvpfz backup.tgz -C /
Laptop-Benutzer kennen das Problem: kaum hat meinen seinen Laptop vom LAN-Kabel getrennt muss man umständlich auf eine WLAN-Verbindung umstellen. Wer dann zusätzlich noch in verschiedenen WLAN-Netzwerken zu hause ist hat jede Menge zu konfigurieren.
Unter Ubuntu gibt es allerdings ein sehr praktisches Tool, dass genau diesem Problem auf die Pelle rückt. network-manager heißt das Programm, dass einfach über apt-get installiert werden kann. Nach der Installation muss man einmal alle verfügbaren Netzwerkverbindungen einrichten, d.h. z.B. die verschiedenen Schlüssel für die Netzwerke zu hinterlegen. Danach schaltet der Network-Manager automatisch zwischen LAN- und WLAN-Verbindungen hin und her. Wer will kann natürlich auch manuell (1 Klick genügt) eingreifen.
Bei mir machte das Programm am Anfang Probleme und Gnome startete nicht mehr richtig. Ich rufe daher den Network-Manager mit folgendem Befehl beim Start auf (konfiguriert über System -> Einstellungen -> Sitzungen -> Startprogramme): nm-applet –sm-disable
Ein Dankeschön an den Ubuntu Blog, der mich mit diesem Artikel auf diese Idee gebracht hat.
Wer tortz Alternativen zum Lesen von PDF-Dateien auch unter Ubuntu nicht auf Adobe Reader 7.0 verzichten will, kann sich die Englische-Version ganz einfach per apt-get installieren.
Das benötigte Packet heißt acroread und ist in den Multiverse-Quellen zu finden.
Mehr Infos gibt es im Wiki von ubuntuusers.de.
Mit diesem Desktop-Bild wird es auf jedem Ubuntu-System so richtig Winter!
Mehr tolle Hintergrundbilder gibt es unter arts.ubuntulinux.org.